Interview: Matthias Großmann - Chemnitzer FC
Vielen Dank für deine Zeit, Matthias. Du bist vielen Dynamofans ein bekanntes Gesicht. Wie viele Spiele und Tore hast du in deiner aktiven Profikarriere insgesamt absolviert und erzielt?
Als Mittelfeldspieler habe ich insgesamt 254 Spiele bestritten und dabei 28 Tore erzielt. Dazu kommen natürlich noch einige Vorlagen, die ich meinen Mitspielern aufgelegt habe.
Als junger Spieler bist du im Sommer 1997 vom Chemnitzer FC an die Elbe gewechselt und warst vier Jahre bei Dynamo Dresden. Was war in deiner gesamten Karriere dein größter sportlicher Moment?
Die Zeit bei Dynamo war wirklich aufregend und oft auch turbulent. Leider mussten wir in der Saison 1999/2000 den Abstieg in die Oberliga hinnehmen, weil wir die Qualifikation für die neue Regionalliga verpasst haben – das war ein sehr bitterer Moment.
In besonders guter Erinnerung ist mir jedoch unser Freitagabendspiel bei Union Berlin im April 1999 geblieben. Unter Colin Bell haben wir damals zum ersten Mal mit einer Viererkette gespielt. Silvio Schröter hat in diesem Spiel vor 2.034 Zuschauern den Ausgleich zum 2:2 gemacht.
Was macht für dich die Teilnahme an Traditionsmannschaften und Traditionsturnieren in der Halle so besonders?
Es ist immer etwas Besonderes, mit alten Weggefährten wieder auf dem Platz zu stehen. Besonders bei der SG Dynamo Dresden freue ich mich auf bekannte Gesichter wie Silvio Schröter und Lars Jungnickel. Es ist schön, diese Bindung zu ehemaligen Mitspielern aufrechtzuerhalten. Kurioserweise habe ich übrigens noch nie gegen Dynamo bei einem Traditionsturnier gespielt – das wird also eine Premiere für mich.
Worauf freust du dich am meisten beim Walter-Fritzsch-Turnier in Dresden?
Am meisten freue ich mich darauf, Hartmut Schade wiederzusehen. Er hat sich damals sehr intensiv um mich gekümmert und mir unglaublich viel im Training mitgegeben. Seine Spielweise und Trainingsmethoden waren ideal für mich. Ich war in meiner gesamten Karriere nie wieder so fit wie in der Zeit unter ihm. Ihn zu treffen, wird etwas ganz Besonderes sein.
