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Walter-Fritzsch-Turnier

Interview mit Robert Koch (von Jens Umbreit)

„Die Hallenturniere haben ihren ganz eigenen Zauber“ – Interview mit Robert Koch

Am heutigen Turniertag steigt die 14. Ausgabe des Walter-Fritzsch-Turniers – und für Robert „Kochi“ Koch könnte es ein besonderer werden. Nach Verletzungspause und einigen nostalgischen Erinnerungen an große Hallenturniere blickt er auf ein Wiedersehen mit alten Weggefährten und auf die besondere Atmosphäre in der BallsportARENA Dresden.

Kochi, heute steht bereits die 14. Auflage des Walter-Fritzsch-Turniers an. „Alle guten Dinge sind drei“ – trifft das für euch zu?
Robert Koch: Das wäre natürlich der Wahnsinn, wenn wir das Turnier zum dritten Mal in Folge gewinnen und den Titel erneut holen könnten.

Viele sagen: Nirgendwo ist man näher dran am Publikum als hier in der BallsportARENA. Was macht für dich den Reiz der Hallenturniere aus?
Für mich ist das vor allem Kindheitserinnerung. Früher liefen an jedem Wochenende Hallenturniere im Fernsehen – mit echten Profis. Das habe ich als Kind verschlungen und später im Kinderzimmer nachgespielt. Jetzt wieder selbst auf dem Parkett zu stehen und dieses Flair zu erleben, ist etwas Besonderes. Klar, wir haben unsere Spiele im Sommer, aber Hallenturniere haben einfach ihren eigenen Zauber.

Das Turnier wirkt für viele wie ein großes Klassentreffen. Wie erlebst du das?
Genau so ist es. Ich habe zum Beispiel schon mit Florian Fromlowitz geschrieben, der mit dem 1. FC Kaiserslautern kommt. Wir haben uns vor zwei Jahren in Gera wiedergesehen. Man hat zwar immer mal Kontakt per Handy, aber wenn man sich live trifft, ist es umso schöner.

Letztes Jahr konntest du nicht dabei sein. Was war los?
Meine Hüfte und mein Knie haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ganz perfekt ist es immer noch nicht, aber für so ein Event habe ich dieses Jahr ein paar IBU mehr eingepackt.

Das heißt: Dieses Jahr bist du definitiv wieder dabei?
Ja. Ich habe es in den Kader geschafft und arbeite gerade daran, meine Fitness so gut wie möglich aufzubauen – soweit Zeit und Körper das zulassen. Wenn nichts dazwischenkommt, bin ich auf jeden Fall mit am Start.

Hat dich Hartmut Schade für den Kader nominiert? Und: Ist er eigentlich ein strenger Trainer?
Ach nein, „Harti“ ist ein Supertyp. Er ist wichtig für uns – er hält die Truppe zusammen, sorgt für gute Stimmung und hat seine traditionellen Ansagen parat.

Die Traditionsmannschaft von Dynamo Dresden wurde vor ein paar Jahren neu aufgebaut. Wie kam es dazu?
Sagen wir: Sie wurde erweitert. Nachdem Dieter Riedel aufgehört hatte, haben wir uns mit dem Verein zusammengesetzt und gesagt: Wenn Tradition eine große Rolle spielt, braucht es auch eine offizielle Traditionsmannschaft. Zusammen mit Axel Keller und Steffen Dörner haben wir das Projekt angeschoben, Spieler angesprochen – und inzwischen ist ein richtig großer Kader entstanden. Für die Hallenturniere wird der natürlich etwas verkleinert, weil nicht jeder in der Halle spielen kann. Aber insgesamt macht es riesigen Spaß, im Sommer wie im Winter zusammen unterwegs zu sein. Und es ist toll, dass verschiedene Generationen gemeinsam auf dem Feld stehen.

Und wenn der Schiedsrichter anpfeift – dann zählt trotz Nostalgie der Sieg, oder?
Absolut. Im Sommer geht’s oft gegen Dorfvereine bei deren Events, da ist es etwas entspannter. Aber bei den Hallenturnieren… da stehen überall ehemalige Profis auf dem Feld – und da erwacht automatisch der Ehrgeiz. Dann geht es wirklich um Sieg oder Niederlage.

Robert, vielen Dank – und viel Erfolg heute!
Danke dir!

 

Hier gehts zum Video des Interviews: Klick

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